Michail Ippolitow-Iwanow:
»Meine Erinnerungen an 50 Jahre
russischer Musik«
Michail Ippolitow-Iwanow (1859-1935), Schüler von Rimsky-Korsakow,
Freund Tschaikowskys und ab 1905 Direktor des Moskauer Konservatoriums, ist als Komponist
nur mit seinen Kaukasischen Skizzen auch heute noch im Konzertleben präsent. Um so
wichtiger sind jedoch aufgrund seiner engeren Bekanntschaft mit Balakirew, Borodin,
Mussorgsky, Glasunow und Skrjabin die von ihm verfaßten »Erinnerungen«, die hiermit zum
ersten Mal in deutscher Sprache vorgelegt werden.
Herausgegeben und mit einem Vorwort versehen von Ernst Kuhn,
Übersetzung aus dem Russischen
Mit einem Essay von Dorothea Redepenning
1. Aufl., (Reihe »musik konkret«, Band 6), lieferbar, 288 Seiten,
kartoniert, Preis 49,80 CHF / 29,95 EUR (D)/ 30,85 EUR (A)ISBN 3-928864-08-4
CD-ROM-Version Word für Windows, Preis 49,80 CHF / 29,95 EUR (D)/ 30,85 EUR (A)
ISBN 3-928864-36-X
Pressestimmen
»...Die Erinnerungen des Komponisten geben nicht nur über ein eigenes
Leben und Werk reichhaltige Informationen, sondern ebenso über seinen großen prominenten
Bekanntenkreis. Eine Fundgrube zu Musik und Musikern der angegebenen Zeit...«
ekz-Informationsdienst (Reutlingen), 7/1994
... Der Text der Memoiren erweist sich als ein sehr subjektives,
aber auch höchst lebendiges Quellenwerk zur russischen Musikgeschichte und reicht von den
80er Jahren des vergangenen bis zu den 30er Jahren unseres Jahrhunderts. Aus der
Perspektive des unmittelbar Beteiligten schildert Ippolitow-Iwanow seine Begegnungen mit
fast allen bedeutenden Künstlern seiner Zeit...
In Rußland sind seine Memoiren nach ihrem ersten Erscheinen (Moskau 1934) bislang nicht
nachgedruckt worden. Um so verdienstvoller ist es, daß sie, um einige Quellen aus
Ippolitow-Iwanows letzten Lebensjahren ergänzt und mit Werk- und Schriftenverzeichnis und
einem zuverlässigen Anmerkungsapparat versehen, nun erstmals in deutscher Sprache
zugänglich sind.
Die Musikforschung (Kassel)
... Michail Ippolitow-Iwanows (1859-1935) nun erstmals in deutscher
Übersetzung vorgelegte Erinnerungen über die große Spanne von 50 Jahren russischer
Musik bieten eine Art kleiner Enzyklopädie des russischen Musiklebens (so der
Herausgeber in seinem Vorwort) des Zeitraums von ca. 1880-1930... In all seinen
detailreichen Schilderungen über seine Begegnungen und Gespräche mit bedeutenden
Musikern und Künstlern, über Opernrepertoires und -inszenierungen sowie über die
Ausbildung an den Konservatorien macht Ippolitow-Iwanow nirgends einen Hehl aus
seinen konservativen Grundanschauungen... Seine national-konservative Einstellung brauchte
er das wird dem Leser auf geradezu erschreckende Weise deutlich nach der
Gründung der Sowjetunion unter den neuen ästhetischen Maximen (nationale
Volkstümlichkeit, Verständlichkeit etc.) nicht aufzugeben, ja kaum zu ändern.
Erinnerungen sind natürlich keine objektive Chronik, selbst den angegebenen Daten und
Vorgängen ist nicht immer zu trauen, worauf die zahlreichen Fußnoten hinweisen; weiteres
rückt darüber hinaus der sehr instruktive einleitende Essay von Dorothea Redepenning
zurecht. Auch wenn die Kompositionen Ippolitow-Iwanows (die am Ende in einem Verzeichnis
übersichtlich aufgelistet sind) wohl weiter auf Aufführung warten dürften lesenswert
sind seine Erinnerungen allemal.
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