![]()
![]()
Reihe "Musicologica berolinensia" |
Werner Benz - von 1963 bis 2000 Landesposaunenwart, zunächst bis 1967 bei der Lippischen Landeskirche, seit 1967 beim Posaunenwerk in der evangelischen Kirche von Westfalen - wurde unter anderem durch die Arbeit mit seinem Auswahlchor, dem Westfälischen Bläserensemble, über die Grenzen Westfalens hinaus bekannt und leistete Großartiges im Dienste der Posaunenarbeit. Als er im Jahre 2000 in den Ruhestand verabschiedet wurde, lag es nahe, mit einer Festschrift seine Leistungen über die Jahre hinweg zu würdigen. Hierzu steuerten engagierte Wissenschaftler aus den Bereichen Theologie, Musikwissenschaft und Musikpädagogik Aufsätze bei, die einen großen thematischen Bogen schlagen: von Tierhorn und Metalltrompete des alten Orients bis hin zu den neuesten Strömungen im Posaunenchorwesen. Geschichtliche Aspekte der Posaunenchor-arbeit sind hier ebenso berücksichtigt wie musikpädagogische Aspekte und fundierte Überlegungen zur Professionalisierung der kirchlichen Bläserarbeit. |
mb 9
Bernd Schabbing
Gustav Mahler als Konzert- und
Operndirigent in Hamburg
Gedruckt mit freundlicher Unterstützung der Gustav-Mahler-Vereinigung
Hamburg e. V.
(= musicologica berolinensia, Bd. 9), 400 S. , zahlreiche
Abbildungen, Preis:
49,95 EUR (D) / 51,45 EUR (A) 98,00 SFr., ISBN 3-928864-86-6
Mit seinem Buch legt Bernd Schabbing eine lebendige Beschreibung der sechsjährigen Wirkungszeit des großen Komponisten und Dirigenten Gustav Mahler in der Hansestadt vor. Mahlers Arbeit als Chefdirigent am Stadttheater 1891 bis 1897 wird dabei ebenso lebendig wie die ihn umgebende Hamburger Kulturszene mit einem reichen Musikleben. Durch die Einbeziehung der Hamburger Tageszeitungskritiken sowie umfangreichem lebendig aufbereitetem Quellenmaterial werden auch die zeitgenössischen Bewertungen des Dirigenten und Komponisten Mahler und die Beweggründe seiner Interpretentätigkeit und Praxis bei der Bearbeitung verschiedenster Werke anderer Komponisten deutlich.
Schabbing beleuchtet die spezifische Hamburgische Musikgeschichte facettenreich und stellt die Akteure des Musiklebens und ihren Bezug zu Mahler vor. Der berühmte Dirigent Hans von Bülow und Theaterdirektor Bernhard Pollini erhalten hier eine genau so umfassende Präsentation wie die Musiker des Stadttheaterorchesters und die konkurrierenden Konzertreihen.
Aufstellungen der wichtigsten Konzert- und Opernprogramme zu Mahlers Wirkungszeit sowie Abbildungen und Tabellen bieten vielfältiges Material, um Mahlers Arbeit und dem Hamburger Musikleben seiner Zeit nachzuspüren. Ein Index und ein genaues Inhalts- und Abbildungsverzeichnis erleichtern die zielgenaue Suche nach speziellen Themenfelder und Detailinformationen.
Bernd Schabbing (geb. 1970 in Münster/Westfalen), studierte historische und systematische Musikwissenschaft, Geschichte, Philosophie und Psychologie in Münster und Hamburg. Das vorliegende Buch ist eine überarbeitete Fassung seiner Dissertation an der Universität Hamburg. Darüber hinaus ist er journalistisch tätig für Tageszeitungen und Musikjournale, veröffentlicht Beiträge zu neuen Musik- und Medientechnologien, hat sich in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Kultur verschiedener Universitäten und Hochschulen betätigt und ist gegenwärtig Leiter des Bereiches Stadtmarketingkonzeption und PR bei Münster Marketing (Stadt Münster).
mb 10
Eva-Maria von Adam-Schmidmeier:
Das Poetische als zyklisches Prinzip
Studien zum Klaviermusikzyklus im 19. Jahrhundert
(musicologica berolinensia, Bd. 10), 320 S., zahlreiche Notenbeispiele, Preis 49,95 EURO (D) / 51,45 EUR (A) / 98,00 CHF (SFr.) / ISBN 3-928864-95-5 (Format 21 x 14,8)
Die vorliegende Arbeit stellt zunächst anhand exemplarisch ausgewählter Zyklen mit unterschiedlichsten Gestaltungsprinzipien aus dem Klavierwerk von Robert Schumann, Theodor Kirchner und Franz Liszt die Gattungsgeschichte des Klaviermusikzyklus in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts dar. Nach der Betrachtung des Liederzyklus als literarische und als musikalische Gattung wird die Forschungssituation zum Problemfeld des instrumentalen Zyklus ausführlich und umfassend referiert. Ein kurzer Abriß über die Entwicklung der Klaviermusik im 19. Jahrhundert beleuchtet die exponierte Rolle des Klaviers in diesem Zeitraum.
Der Schwerpunkt der Arbeit liegt dann bei den Klaviermusikzyklen Robert Schumanns. Obwohl Schumann selbst nie den Begriff "Poetischer Zyklus" gebraucht hat, darf er doch als Schöpfer des Poetischen Klaviermusikzyklus gelten. Die Poetik der hier ausgewählten Klaviermusikzyklen Schumanns basiert auf literarischen Sujets (Op. 2 Papillons und Op. 66 Bilder aus Osten) und Personencharakterisierungen (Op. 6 Davidsbündlertänze) oder auf beidem (Op. 16 Kreisleriana). Die poetische Idee des "Davidsbundes" fand ihre Fortführung in Theodor Kirchners Zyklen Op. 17 Neue Davidsbündlertänze und Op. 53 Florestan und Eusebius gefunden. Weitere Bedeutungsnuancen des Poetischen, die in Schumanns und Kirchners Zyklen kategorisch ausgespart bleiben, nämlich die Sphäre des Religiösen und das politisch-soziale Engagement, werden an den Klaviermusikzyklen Album d'un Voyageur und Harmonies poétiques et religieuses von Franz Liszt exemplifiziert.
Eva-Maria v. Adam-Schmidmeier studierte Schulmusik an der Musikhochschule Würzburg und an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Nach Ablegung des 1. Staatsexamens promovierte sie an der Universität Regensburg im Hauptfach Musikwissenschaft; anschließend absolvierte sie das 2. Staatsexamen für das künstlerische Lehramt an bayerischen Gymnasien. Neben ihrer momentanen Tätigkeit im gymnasialen Schuldienst ist sie als Musikjournalistin tätig.
mb 11
Martin Münch
Die Klaviersonaten Alexander Skrjabins
(musicologica berolinensia, Bd.
11),
XXII + 295 S., zahlreiche Notenbeispiele,
Preis 118,00 CHF /
59,95 EUR (D), 61,75 EUR (A),
/ ISBN 3-928864-97-1 (Format 21 x
14,8)
Das Werk Alexander Skrjabins wird, neben dem Schönbergs, als zweite, sehr unterschiedliche Brücke von der Romantik zur Moderne angesehen. Wie der Autor Martin Münch mit einer neuartigen Analysemethode nachweist, gelangen Skrjabin ausgehend von der Harmonik Lösungen mit durchaus normativem Charakter. Ohne einen der beiden Parameter Melodik oder Harmonik zu vernachlässigen, erzielte er eine spannungsreiche Balance, die beides ausgewogen in einer visionären Klangsprache vereint.
Hätte die Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts mit Skrjabin eine andere Wendung genommen, wenn er noch mehr Gelegenheit gehabt hätte, die Tonalitätsabkehr in Werken von klanglicher Verführung und Faszination zu präsentieren? Wären in diesem Falle die so genannte E-Musik und U-Musik, beide noch Anfang der zwanziger Jahre im regen Austausch, vielleicht doch nicht völlig auseinander gedriftet?
Der Autor stellt seine computer-gestützte Analysemethode vor, erläutert die gewonnenen Ergebnisse über die quasi organische Entwicklung in Skrjabins Sonatenstil und wagt zum Schluß in Umkehr dieser Methode eine Hypothese über die interessante Frage, wie wohl Skrjabins 15. Klaviersonate ausgesehen hätte, wenn es ihm noch vergönnt gewesen wäre, sie zu komponieren.
Martin Münch, Komponist und Konzert-Pianist, geboren 1961 in Frankfurt, studierte Schulmusik und Philosophie in Mainz, danach Komposition bei Wolfgang Rihm an der Musikhochschule Karlsruhe. Er konzertierte mit Soloabenden in fast allen Ländern Europas und bereiste Japan, die USA und Südamerika. Bekannt wurde er durch seine abendfüllenden Interpretationen von Albéniz (gesamte Iberia-Suite), Balakirew und seine 2-tägigen Lecture-recitals über Skrjabin (alle Sonaten). Münchs kompositorisches Oeuvre umfaßt bislang 38 Stücke und reicht von Klavier- und Kammermusik bis hin zu Orchesterwerken.
Martin Münch ist Gründer der „Jahrhundertwende-Gesellschaft“, Heidelberg, 1. Vorsitzender der Gesellschaft „piano international“ sowie künstlerischer Leiter mehrerer Klavierfestivals. Seit 1994 hat er einen Lehrauftrag für Klavier an der Universität Bamberg.
mb 12
Alexander Rovenko
Grundlagen der
Engführungskontrapunktik,
Aus dem Russischen übersetzt von Andreas Wehrmeyer
Herausgegeben von Otfried Büsing und Andreas Wehrmeyer
(musicologica berolinensia, Bd. 12), XXIV + 242 S., zahlreiche Notenbeispiele, Preis 49,95 EURO (D) / 51,45 EUR (A) / 98,00 CHF (SFr.) / ISBN 3-928864-98-X (Format 21 x 14,8)
Das Buch behandelt die Satztechnik von Engführungen in kontrapunktischen Werken, beginnend mit der klassischen Vokalpolyphonie bis hin zur Moderne auf der Basis der vom russischen Musiktheoretiker und Komponisten Sergej Tanejew (1856-1915) entwickelten systematischen Methode. Auf diese Weise gelingt es, "Werkstattgeheimnisse" zu lüften, die bislang nur unvollständig zur Sprache gebracht worden sind.
Der Autor Alexander Rovenko, geb. 1942 in Pensa (Rußland), ist Komponist und Musikwissenschaftler, Professor für Musiktheorie und Doktor der Kunstwissenschaften. Als Komponist – er ist Gewinner des Internationalen Komponistenwettbewerbs 2001 in Florenz – kann er auf zahlreiche Werke für Streicher, Chor, Klavier, Cello und andere Instrumente verweisen. Auf dem Gebiet der Musiktheorie hat er bislang drei Bücher, über 40 Studien und zahlreiche Artikel veröffentlicht und war Gastprofessor in Finnland, Deutschland und China. Sein wissenschaftliches Hauptinteresse richtet sich auf die Entwicklung von Theorie und Praxis des Kontrapunktes. Das vorliegende Buch ist die deutsche Übersetzung der von ihm überarbeiteten Studie Praktičeskie osnovy strettno-imitiacionnoj polifonii (Moskau 1986).
mb 13
Matthias Tischer (Hg.)
Musik in der DDR
Beiträge zu den Musikverhältnissen eines verschwundenen Staates
Mit Beiträgen von Thomas Ahrend, Michael Berg, Tobias Faßhauer, Albrecht von Massow, Nina Noeske, Victoria Piel, Matthias Tischer, Daniel zur Weihen und Friedrike Wißmann
(musicologica berolinensia, Bd. 13), XII + 420 S., kart., einige Notenbeispiele,
Preis 59,95 EURO (D) / 61,75 EUR (A) / 118,00 CHF (SFr.) / ISBN 3-936637-05-9 (Format 21 x 14,8)
Die relative Geschlossenheit des Staatswesens DDR bot die kulturpolitischen Rahmenbedingungen für ein musikhistorisches Abenteuer. Dreierlei prägte diese Musikgeschichte. Zum einen gab es den stalinistischen und nachstalinistischen Versuch einer staatlichen Reglementierung der Künste und die vielfältigen Reaktionen der Künstler darauf. Zum anderen dominierte unter vielen Künstlern und Intellektuellen die Ansicht, in der SBZ/DDR den besseren, weil sozialistischen deutschen Staat zu errichten – mit seinen Dämpfern, Rückschlägen und Illusionsverlusten. Und schließlich fand die Energie, die bei all diesen Reibungen für die Ausprägung DDR-spezifischer poetischer und ästhetischer Konzeptionen frei wurde, eine produktive Umsetzung in zahlreichen Musikwerken.
Neben der Analyse der kulturpolitischen Rahmenbedingungen ist es das Ziel der für diesen Band schreibenden, vorwiegenden jüngeren Autoren, Aspekte des Scheiterns und Gelingens einer "anderen musikalischen Moderne" auf die Spur zu kommen. Nicht nur im Falle des Verhältnisses Stasi/Musiker oder der Auseinandersetzungen in der Akademie der Künste ist das zuweilen sehr spannend.
Abgerundet wird der Band mit der Erstveröffentlichung von Rudolf Wagner-Régenys Aufzeichnungen "Die Tage" (1962-63) – Schweigen im Schatten der Mauer und einer umfangreichen Tabelle mit Daten zur Musikgeschichte der DDR.
Der Herausgeber, Matthias Tischer, Jg. 1969, studierte Musik, Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Erziehungswissenschaft in München, Weimar und Jena. Er ist mit Veröffentlichungen über Musikästhetik, Bildungstheorie, Populärmusik und Musik im 20. Jahrhunderthervorgetreten. Seine Forschungsschwerpunkte seit der Promotion sind Musik in der DDR und Musik im Kalten Krieg. Derzeit arbeitet Matthias Tischer als Fritz-Thyssen-Stipendiat an einer Studie mit dem Titel Komponieren für und wider den Staat. Paul Dessaus Orchestermusiken.
Matthias Falke
Die Symphonie zwischen Schumann und Brahms
Studien zu Max Bruch und Robert Volkmann
(musicologica berolinensia, Bd. 14), 343 S., kart., zahlreiche Notenbeispiele,
Preis 49,95 EURO (D) / 51,45 EUR (A) / 98,00 CHF (SFr.) / ISBN 3-936637-05-9 (Format 21 x 14,8) ISBN 3-936637-09-1
Die Vorstellung von der Symphonie im 19. Jahrhundert, noch immer von Carl Dahlhaus' grobem Begriffsraster der 80er Jahre geprägt, bedarf auch nach Meinung der Fachwissenschaft schon längst einer grundlegenden Revision, die den zahlreichen symphonischen Werken der Jahrhundertmitte eine gerechtere Würdigung sichert. Für viele Komponisten steht diese Würdigung bislang noch immer aus. Matthias Falke widmet mit seinem Buch den Komponisten Max Bruch und Robert Volkmann, die beide zu den bedeutendsten und meistgespielten Komponisten der romantischen Epoche gehören, endlich die gebührende wissenschaftliche Aufmerksamkeit.
Max Bruch (1838-1920), heute fast nur noch bekannt mit seinem Ersten Violinkonzert, hat auch zur Gattung der Symphonie drei souverän gearbeitete und melodiensprühende Werke beigesteuert. Seine Erste Symphonie von 1870 war indes eine der meistgespielten ihrer Zeit. Der erste Teil der Arbeit widmet allen drei Symphonien Max Bruchs ausführliche musikwissenschaftliche Analysen. Sie werden eingereiht in Bruchs umfangreiches Lebenswerk und als gewichtige Beiträge zur Geschichte der Gattung gewürdigt, in der sie weit mehr sind als nur Zwischenglieder in der Entwicklung "von Schumann zu Brahms".
Robert Volkmann (1815-1883) stammte ursprünglich aus Sachsen, war mit Brahms und Liszt befreundet, wirkte später jedoch hauptsächlich in Budapest. Seine Erste Symphonie von 1863 gilt als bedeutendster Beitrag zur Gattung im hier behandelten Zeitraum. Dennoch gibt es bis heute keine einzige Studie zur analytischen Erschließung dieses Werks. Diese Lücke schließt der Autor im zweiten Teil seines Buches mit einer umfangreichen und detaillierten Untersuchung. Eine Diskussion des aktuellen Standes der Geschichtsschreibung der Symphonie im 19. Jahrhundert sowie Diskographie und Bibliographie runden den Band ab.
Matthias Falke, 1970 in Karlsruhe/Baden geboren, studierte Musikwissenschaft, Literaturwissenschaft und Philosophie an der Universität Karlsruhe. 1996 Magisterarbeit über Max Bruchs Symphonien. Anschließend Promotionsstudium an der Universität Freiburg/Breisgau über Die Symphonie zwischen Schumann und Brahms. Seit 1999 ist Matthias Falke freier Autor mit zahlreichen veröffentlichten Erzählungen und Romanen, Herausgeber literarischer Anthologien, Übersetzer von englischer und französischer Lyrik, Autor zahlreicher Programmtexte, CD-Booklets und Reiseberichte.
Bestellungen hier anklicken (to order click here): kuhn@vek.de